Attila Pereghy


gewidmet Attila Pereghy – Opale sind sein Leben

Auswandern, die Heimat hinter sich lassen und in Alaska oder Kanada nach Gold suchen, das ist wohl der Traum vieler Leute. Barney C. Pereghy hat sich den Traum vor rund 50 Jahren erfüllt. Ziel des gebürtigen Ungarn war allerdings Australien. Sein Bruder, Attila Pereghy, folgte dem Bruder und arbeitet seit 1978 in der Mine mit. Zur Zeit macht der Wahl-Australier seine Europatour. Im Gepäck sind mehr als 1000 Opale. Die rollende Opalmine. Mit diesem T

ruck ist der Weltenbummler unterwegs um Opale zu erklären und zusammen mit ausgesuchten Juwelieren zu Schmuckstücken zu verarbeiten.

Attila-Pereghy

Attila Pereghy

…weiß viel über Opale und wenn er davon erzählt gerät er ins Schwärmen. „Der Opal ist gegenüber dem Diamanten ein Tiefstapler, ein Edelstein für sehr emotionale Menschen“. Je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall entstehen auf der Oberfläche eines Opals phantasievolle Formen, die beim Betrachter Emotionen wecken. Es gibt keine Farbe, die ein Opal nicht hat. „In keinem Malkasten sind so viele Farben wie in einem Opal“, so Pereghy. Opale besitzen eine einzigartige Weise, Licht in alle Regenbogenfarben zu brechen.

Er hat einen faustgroßen Stein mitgebracht, ein Pfauenauge, das in der Mine bei Queensland gefunden wurde. Der Stein ist eine Rarität. Das Rohgestein sei mindestens 250 Mio Jahre alt, der Opal ca. 50 Mio Jahre. Aber bereits auch die Römer bewunderten vor 2000 Jahren die Opale. So wollte z.B. Mark Antonius seiner geliebten Cleopatra einen wunderschönen Opal schenken, der sich jedoch im Besitz des Senator Nuntius befand. Doch dieser, fasziniert von dem Lichterspiel seines Opal, ließ damals nicht von seinem Opal los, ebenso wie heute sich kein Opal-Liebhaber von seinem Stein trennt. Das Pfauenauge, gefunden von Attila Pereghy in Australien.

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Einem Opal die individuelle Fassung zu geben

…ist Aufgabe des Goldschmiedes. Und es ist eine kreative Herausforderung eine für den Stein optimale Schmuckform zu finden, daß sein Leuchten und Feuer voll herauskommt. Dies bestätigt Opal- Spezialist Johannes Lais von der Goldschmiede Lais in Speyer . Zusammen mit den Vorstellungen des Kunden werden außergewöhnliche Schmuckstücke geschaffen. Besonders gelungene Beispiele können jedes Jahr meist im Herbst in einer Ausstellung in den Räumen der Goldschmiede Lais während der Geschäftszeiten besichtigt werden. Einige davon verbleiben dann für die JL- Kunden in den Vitrinen.

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Der erste Stein

Kurz nachdem Pereghy 1978 zu seinem Bruder nach Australien gegangen war, hat er auch bald seinen ersten Stein gefunden. „Der war zwar nicht besonders wertvoll, aber immerhin hat er geglänzt“, erzählt er schmunzelnd. Vor dem Fund steht für den Opalminer viel und harte Arbeit. Zunächst werden Bohrungen gemacht, ob es auf dem Gelände überhaupt Opale gibt. Fällt die Probe positiv aus, wird die Erde bis zu einer Tiefe von 25 m abgetragen und dann jeder Gesteinsbrocken mit einem zwei Kilogramm schweren Vorschlaghammer von Hand geöffnet. „Man muß Tausende von Steine aufschlagen bis man auch nur einen Opal gefunden hat“, so Pereghy. Ein Pärchen Boulder- Opale, gefunden in Queensland … „Harlekin“, diesen fantastischen Schwarzopal findet sich nur in 5% der gefundenen Opale und gilt als der König unter den Opalen. Er ist nur mit viel Geschick unter mörderischen Arbeitsbedingungen zu entdecken.

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Mörderische Arbeitsbedingungen

Dabei sind die Arbeitsbedingungen zum Auffinden von wertvollen Opalen nicht gerade angenehm. 25 – 30 Grad herrschen in Süd-Australien selbst im Winter. In den Sommermonaten wäre es wegen der unerträglichen Hitze nicht möglich zu arbeiten. „Meistens gibt es weder Wasser noch Strom an der Mine und die nächste Einkaufsmöglichkeit ist 350 km entfernt“ berichtet er. Die Arbeiter leben während der Suchzeit in Wohnwägen, Strom wird über ein Aggregat erzeugt und Wasservorräte müssen genügend vorhanden sein. Pereghy’s 70 Jahre alter Bruder, der seinen Wohnsitz in Sydney hat, sucht auch selbst noch nach Opalen. „Das läßt einen nicht mehr los“ verrät Pereghy. Die schillernden Farben reizen ebenso wie Funde, bei denen Schnecken und Muscheln opalisiert sind. Auch habe sein Bruder schon mal einen opalisierten Dinosaurierknochen gefunden.

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Reich geworden?

Auf die Frage, ob Attila Pereghy durch seine Arbeit reich geworden sei, antwortet er nur grinsend „ich bin gesund“. Diese Tatsache kommt ihm auch zugute, denn er ist ca. 40 Wochen im Jahr in Australien um dort nach Opalen zu suchen, den Rest des Jahren verbringt er in Europa um die Steine zu verkaufen. Denn davon finanziert sich schließlich die Mine. Viel Zeit bleibt da leider für seine in Süddeutschland lebende Frau Sylvia und die 15-jährige Tochter Anita nicht übrig.